| Croissance? Ich kenn' nur Croissants, und die kann man essen! | |||||||||
| Das Jules Fil ist eine Ganztagsschule mit ungefär 2000 Schülern. Im Durchschnitt sieht der Schultag so aus: man beginnt den Unterricht um acht Uhr. Eine französische Schulstunde dauert 55 Minuten. Um zwölf Uhr hört der Vormittagsunterricht auf, und die Schüler haben ein oder zwei Stunden Zeit, in der Schulkantine zu Mittag zu essen. Dann geht der Unterricht je nach dem bis drei, vier, fünf oder sechs Uhr weiter. Mittwochs endet die Schule für alle Schüler um zwölf Uhr. Viele Schüler nutzen diese Gelegenheit, um entweder diversen Sportangeboten der Schule nachzugehen oder Besorgungen in Carcassonne zu machen. | |||||||||
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| Schule oder Gefängnis? | |||||||||
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Für viele Leute mag das Lycée Jules Fil vielleicht eher wie ein Gefängnis als ein Gymnasium aussehen. So war es auch für uns, als wir es das erste Mal betraten. Dazu gehört auch die altertümliche Schulklingel, die einen stündlich aus dem Schlaf rüttelt und die hallende Lautsprechersimme des Collège nebenan, welche regelmässig auf den Schulhöfen erklingen. Damit muss man eben leben... Anfangs fiel es uns echt schwer, den Unterricht zu verstehen. Dann jedoch, als uns das schnelle Sprechen und der südliche Akzent geläufig wurden, fingen wir plötzlich an zu verstehen. Das war ein tolles Gefühl. Im Ekonomieunterricht (Bezug Überschrift: croissance = Steigung) war es für uns am Schwersten zu folgen. Dies lag daran, dass der Lehrer, wie auch viele andere, sehr viel und schnell diktierte. Ausserdem hatten wir grosse Schwierigkeiten, mit den häufig benutzten Fremdwörtern. Übrigens ist das Diktieren in Frankreich eine sehr häufig benutzte Methode, um den Schülern den Lernstoff zu vermitteln. Wir haben sofort erkannt, wie wichtig es ist, wenn Lehrer und Schüler sich untereinander austauchen, wie es in Deutschland der Fall ist.Von selbst kamen die Lehrer nicht wirklich auf uns zu. Oft langweilten wir uns während des Unterrichts. Deshalb entschieden wir, und das raten wir Euch, falls ihr nicht richtig im Unterricht mitkommt, auf die Lehrer zuzugehen und sie um individuelle Aufgaben zu bitten. Im Französischunterricht förderte uns unsere Lehrerin in Grammatik, im Textverständnis und im Texteschreiben. Wir analysierten Gedichte und schrieben Geschichten. Leider gaben uns trotz unserer Bitte nur wenige Lehrer Aufgaben. Letzendlich können wir aber doch sagen, dass wir uns auf dem Lycée wohlfühlten und Anschluss an die Klasse gefunden zu haben. |
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