Praktikumsbericht

Mein Praktikum habe ich in dem Vogelpark la „Cite des Oiseaux“ gemacht. Der Park spezialisiert sich hauptsächlich auf Greifvögel, jedoch seit einiger Zeit auch auf tropische Vogelarten wie zum Beispiel Papageien, Tukane usw. Wer Vögel wie ich nur als langweilig wahrgenommen hatte, wird sie nach diesem Praktikum lieben. Seit dem ersten Tag hatte ich nur noch Spaß. Selbst wenn ich dann irgendwann mal einen Käfig reinigen musste, war das nicht schlimm, da jedes Mal etwas neues passierte und einen den Vögeln näher brachte. Somit langweilte ich mich nicht mal dabei. Die Angestellten waren alles total entspannte, junge Leute, mit denen es immer ein Vergnügen war zu arbeiten. Jeden Tag um zwölf Uhr schloss der Park, und alle hatten zwei Stunden Mittagspause. Das klang für mich anfangs sehr lang, ging aber letztendlich immer sehr schnell vorüber. Gelangweilt habe ich mich da nie.

Die ganze Mannschaft trifft sich in der Küche, es wird gegessen, sich unterhalten und anschließend Kaffe getrunken. Das Beste waren jedoch die Vogelshows, die drei mal am Tag stattfinden. Auch dort durfte ich mithelfen, was mir auch von Anfang das Gefühl, eine unbezahlte Arbeitskraft zu sein, nahm. Am Ende hatte ich sogar eigene Vögel, mit denen ich Kunststücke in der Show aufführte. Ich durfte Papageien im Publikum herumreichen, die Show der Milane machen und sogar die Geier aus der Luft auf meinen Handschuh zurückpfeifen. Das Tolle an der Arbeit mit Tieren ist einfach, dass selbst bei einem identischen Tagesablauf, welchen ich trotzdem nie hatte, jeden Tag etwas Neues passiert oder man etwas Neues entdeckt. Das liegt daran, dass die Vögel jeder für sich eine andere Persönlichkeit und einen anderen Charakter haben.

Es gibt niemanden im Park, der mir je einen Befehl erteilt hat. Wenn ich mal zu einer Aufgabe keine Lust hatte, habe ich es einfach gesagt, und wir fanden eine neue für mich, wobei man natürlich auch aufpassen muss, dass man nicht zu sehr das macht, worauf man Lust hat. Schaden von dem Praktikum nahmen eigentlich nur meine Arme und Hände. Das kommt von den ganzen Papageien, die sich auf einem niederlassen. Das ziept vielleicht ein bisschen, aber letztendlich sind die winzigen Narben eher ein schöne Erinnerung an ein fantastisches Praktikum, welches ich auch ohne gewiss nicht so schnell vergessen werde.

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