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ABENTEUER SÜDFRANKREICH! SECHS

MONATE IN EINER FREMDEN

KULTUR!

Einen Bericht? Einen Bericht über meine sechs Monate in Frankreich soll ich schreiben? Okay, aber...wo fängt man da an? Na, am Anfang natürlich! Und dieser war am 27.7.2006 um 6:45 Uhr. Mit dem Flugzeug ging es nach Toulouse, wo wir von Rainhild (Directrice von ROUDEL) am Flughafen abgeholt wurden. Mit dem Bus ging es dann nach Carcassonne, wo dann der erste von vier Teilen der sechs Monaten begann,

der Sprachkurs:

Zehn Tages volles Prgramm! Zehn Tage, die wie im Flug vergingen. Morgens um 9:00 uhr erlernten wir mit lustigen Liedern und Spielen die Sprache. Nachmittags wurden wir dann mit sportlichen Aktivitäten wie zum Beispiel Klettern und Kajakfahren fit gehalten. Es war ein Superprogramm, und ich hab mich richtig amüsiert. Sogar so doll, dass ich kein bisschen Heimweh hatte.

Nach diesen 10 Tagen began dann ein ernsteres Programm, der zweite Teil der sechs Monate,

das Praktikum:

Nach diesen drei Wochen Praktikum wurden wir dann am 26.8.2006 an die Familien abgegeben. Wir hatten dann noch eine Woche Ferien. In dieser Woche lebte ich mich sehr gut ein. Meine Familie und ich verstanden uns von Anfang an supergut. Ich fühlte mich vom ersten Tag an pudelwohl. Natürlich, am Anfang musste erst einmal die Schüchternheit auf beiden Seiten überwunden werden. Doch dank meines kleinen Gastbruders, Hugo, ging dies ganz schnell, da der Kleine, damals noch 11 Jahre alt, viele Fragen hatte und somit die Stimmung auflockerte. Als sich diese Ferienwoche zum Ende neigte, war ich mit meiner Gastschwester Caroline, damals noch 14, schon ziemlich gut befreundet. Doch dann begann der Schulalltag, und somit kommen wir zum 3. und zum längsten Teil der sechs Monate:

Fünf Monate in einer Französischen Schule:

Und auch hier fange ich wie zu Beginn dieses Textes am Anfang, dem ersten Schultag, an : Zuerst hatte ich Angst, doch die wurde mir genommen, als ich erfuhr, dass Lukas in meiner Klasse sein wird und dass Rainhild uns bei der "Einschulung" zur Seite stehen würde. Lukas und ich wurden kaum beachtet am ersten Tag. Mit kurzen Worten stellte uns der Klassen- und Histoire-Géo-Lehrer kurz vor, ging die Anwesenheitsliste durch und begann mit dem Unterricht. "SCHOCK"! Ich verstand kein Wort und hörte nur immer "Croissance, Croissance" (Steigung), da ich es nirgends geschrieben sah, wunderte ich mich über den Zusammenhang von Geschichte und Croissants.... Nach zwei Stunden Histoire-Géo durften wir dann nach Hause. Die Schüler zeigten jedoch wenig Interesse daran, uns kennen zu lernen.

In den nächsten Monaten wurde vieles besser. Meine Gastschwester wurde mehr und mehr zu einer richtigen Schwester und meine beste Freundin. Auch das Verständniss besserte sich. Auf einmal verstand ich so gut wie alles und konnte sogar meine Meinung äussern. Das Verhältniss zu meinen Gasteltern vertiefte sich und abends am Esstisch erzählten wir uns gegenseitig das am Tag Erlebte. Ich habe viel mit Caroline unternommen. Ich hatte ja auch das Glück, mitten im Centrum von Carcassonne zu wohnen, so war das Ausgehen doch etwas einfacher als für die auf den Dörfern lebenden Austauschschülern. Ich freundete mich mit der Zeit auch mit Carolines Freundinnen an und hab dort meinen Halt gefunden, denn in der Schule fand ich zuerst keine Freunde. Ich war zwar nie allein, aber ich hatte immer das Gefühl zu stören. Ich war dabei, aber keiner redete mit mir. So wurde die Schule für mich nebensächlich. Doch in den vielen Economiestunden freundete ich mich mit Lukas an, und obwohl wir die meiste Zeit deutsch miteinander sprachen, litt das Französisch nicht ernsthaft darunter.
Nach dem Herbstferien, in denen Esther, Caroline und ich an einem von ROUDEL organisierten Theaterstage teilnahmen, freundete ich mich richtig mit einem Mädchen aus meiner Klasse an. Leider erst so spät, da sswir keine Zeit mehr hatten uns zu treffen. Doch die Schule wurde wieder interessanter für mich, so kam Lukas und mir dann die Idee, einige Lehrer um Extraaufgaben zu bitten. So war es dann, dass wir im Französischunterricht Aufgaben zur Grammatik lösten, kleine Texte schrieben und später sogar Gedichte analysierten. Ich fing unbemerkt an, die schweren Conditionel- und Futureformen zu benutzen. So nahm dann der Alltag seinen Lauf bis zu den nächsten Ferien und

Weihnachten:

Ich habe Weihnachten mit der gesamten Familie in Toulouse bei der Oma gegessen. Manche würde wohl eher gefeiert sagen, ich bin jedoch der Meinung, dass gegessen ganz gut passt. Es gab ein Buffet, welches ständig neu aufgefüllt wurde. Die Oma terrorisierte jeden mit den Worten: "Iss doch noch ein wenig!" Dann gingen einige der Familie in die Kirche, und der Rest blieb zu Hause, um zu essen oder um sich vom und vor dem Essen noch mal auszuruhen. Das taten Delphine, meine eine grosse Gastschwester, die in Toulouse wohnt, Caro und ich. Als die Kirchengänger wieder kamen, wurden wir Kinder in ein Zimmer gesperrt. Kurz darauf wurden wir 'rausgeholt und ins Wohnzimmer geführt, wo dann die Geschenke aufzufinden waren. Nach der Bescherung wurde dann zur Abwechslung mal gegessen. Danach fuhren Caro und ich zu Delphine, um da zu schlafen. Dann am 25.12.2006 war dann das eigentliche Weihnachtsfest. Es kamen noch mehr Gäste, so dass die Anzahl von 15 auf 25 stieg. Auch an diesem Tag wurde hauptsächlich gegessen und geredet. Am folgendem Tag waren wir dann noch bei den anderen Grosseltern, die zwei Stunden von Toulouse entfernt wohnten. Dort ging das alles etwas entspanner ab.

Silvester...
...verbrachte ich mit Esther, Susanne und Caroline bei Freunden in Les Landes, die wir während des Theaterstages kennen gelernt bzw. auch schon vorher im Sommer kennengelernt hatten. Da Silvester nicht geböllert wird, verlief der Abend eher ruhig, abgesehen von der voll aufgedrehten Rock- und Punkmusik, die jedoch keinen störte (wie denn auch ;)). Zur Abwechlung interpretierten die Franzosen, alles Musiker, irgendwelche traditionellen Musikstücke aus Les Landes. Was uns zum Tanzen brachte.

Diese eine Woche in Les Landes verging sehr schnell, und die Schule fing wieder an. Zu dem Zeitpunkt bin ich dann krank geworden und habe eine Woche in der Schule gefehlt. Eine Woche wieder hin, und dann war der Freitag schon der letzte Schultag.

Jetzt hat der vierte und letzte Teil der sechs Monate angefangen, und wir sind dabei eine Internetseite zu erstellen.

Fazit:
Ich bin sehr glücklich, mich für diesen Austausch entschieden zu haben. Er hat mir im Französischen sehr geholfen und mir viele neue Freunde eingebracht. Ich kann nicht behaupten, dass ich nie Heimweh hatte. Im November hat es mich erwischt. Aber dank meiner Gastschwester verging dieses schnell. Ich würde diesen Austausch sofort wiederholen, obwohl man in der französischen Schule starke Nerven benötigt. Für mich war meine Schwester unentbehrlich, und ich würde jedem empfehlen, sich Gastgeschwister zu wünschen, da diese einen doch bei Laune halten. Auch zu ROUDEL möchte ich nocht etwas schreiben: Die ROUDEL-Betreuung ist unübertreffbar. Die Probleme werden ernst behandelt und es werden gute Lösungen gefunden. ROUDEL ist ausserdem immer für einen da, und ich habe mich in den Monaten hier immer gut "behütet" gefühlt. Ich hatte immer das Gefühl, zu jeder Zeit mit jemandem reden zu können, wenn ich gewollt hätte.
DANKE!

Léna Pannier (Lena_die_gute@yahoo.de)

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