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Gastfamilie:
Ich bin am Anfang für eine Woche in die Gastfamilie von Jasmin gegangen, weil meine Gastfamilie noch im Urlaub war. Als ich dann endlich in meiner Gastfamilie ankam, hab ich mich super gefreut; alle très très freundlich, grosses Zimmer, grosses Haus, drei Hunde, zwei Pferde, Katzen, Kühe (so um die 60 Stück!!) und die Hühner nicht zu vergessen. Ein richtiger Bauernhof halt!!!! Nur die Lage, da fragt man sich schon öfter: wo ist man hier gelandet? Eigentlich mag ich ja das Landleben und finde es auch cool, für 5 Monate ein ganz anderes Leben kennen zu lernen. Aber wenn man dann noch nicht mal in einem Dorf wohnt, sondern noch 5 km ausserhalb von dem Dorf auf einem Berg und der nächste Nachbar 8 km weiter wohnt, ist das schon ein krasser Unterschied zu Hamburg. Ich glaube, krasser geht es nicht! Aber das beweist, dass man auch am Ar*** der Welt ein tolles halbes Jahr verbringen kann.
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Schule:
Das ist ein Kapitel für sich! Die Zeiten von 8:00 bis 17:30 gehen schon mal gar nicht. Das heisst für mich um 6:10 aufstehen und um 18:30 wieder zu Hause sein, da ist man fix und fertig und will nur noch schlafen! Ich hatte sehr viel Glück mit den Lehrern, aber den schwulen Geschichts-und Erdkundelehrer und den Deutschlehrer hätte man einfach entlassen können. Am Anfang habe ich nichts verstanden in Eco, Geschichte, Erdkunde und Bio, und alle um mich herum haben irgend etwas in ihre Hefte geschrieben. Das war einfach deprimierend.
Freizeit/Hobbies:
Dafür war nicht viel Zeit, man hatte den Mittwochnachmittag und das Wochenende. Mittwochnachmittag habe ich Volleyball gespielt, was immer sehr lustig war. Vor allem die Spiele in Carcassonne. Am Wochenende habe ich entweder Freundinnen besucht oder bin geritten.
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Franzosen:
Die Franzosen sind schon eine ganz besondere "Espèce". Der Standardspruch ist: "Ohh, hast du schöne blaue Augen und schöne blonde Haare?" Da kommt dann der südfranzösische Macho durch. Die Mädchen sind da eher zurückhaltend, und man muss auf sie zugehen, vor allem wenn man zu zweit ist.
Weihnachten in Frankreich:
Weihnachten sollte die Familie meiner Gastmutter kommen. Da habe ich mir dann so 10 Leute vorgestellt. Aber falsch gedacht: So um die 30 Leute waren wir dann. Cousins und Cousinen, mit denen ich mich super verstanden habe. Aber jetzt zum Essen: Das ist der Mittelpunkt des ganzen Festes. Ich glaube, wir haben um 18 Uhr angefangen zu essen und gegen 23 Uhr aufgehört. Und das 3 Tage! Am Tisch wurden dann die Geschichten von früher 'rausgeholt, und man fühlte sich manchmal ein bisschen überflüssig. Man vermisste einfach seine Familie, sein Zuhause und bekam Heimweh.
Fazit:
Im Grossen und Ganzen war es eine super Erfahrung. Im Nachhinein hätte ich einiges besser machen können. Zum Beispiel mehr auf die Franzosen zuzugehen. Aber wenn man zu zweit in einer Klasse ist, ist man nicht darauf angewiesen, auf die anderen zuzugehen und man spricht viel Deutsch miteinander. Kann nur jedem empfehlen, das besser zu machen! Trotzdem würde ich so einen Aufenthalt immer wiederholen, weil es ein super Erfahrung ist.
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