Der typische Franzose - Essgewohnheiten

Wie er isst und frisst und dabei nicht einmal dick wird...und wie der Deutsche versucht, es zu verstehen

Ein typischer Montagmorgen im sonnigen Südfrankreich. Verschlafen steht Jean--Pierre aus seinem französischen Holzbettchen auf (viel zu klein, finden wir grossen Deutschen). Er zieht sich an, packt seine Sachen und schaut auf die Uhr, ob er noch genug Zeit zum Frühstücken hat. Heute ist er früher dran und hat noch fünf Minuten (viel zu wenig Zeit, finden wir Deutschen...und würden das nächste Mal einfach früher aufstehen). Jean-Pierre hat inzwischen seine riesige Müslischüssel aus dem Schrank gekramt (der Deutsche: "Ahh, er will Müsli essen. Da muss er sich aber sputen."). Jean-Pierre aber benutzt die Schüssel, um seinen Milchkaffee daraus zu trinken und wie jeden Morgen seine Schokokekse darin einzustippen (der Deutsche fragt sich: "Gibt's jetzt Kaffee und Kuchen?"). Bis 12 Uhr hat er viel zu tun. Da hat er nicht mal Zeit, um halb 10 ein kleines Frühstückchen zu essen (der Deutsche: "Wo ist mein Knoppers?"). In der Kantine steht heute Fleisch auf dem Speiseplan. Und,wie es sich für die Franzosen gehört, nur ganz kurz angebraten.

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"Hmm, aber etwas zu durch. Da ist ja gar kein Saft mehr.", denkt sich Jean-Pierre (der Deutsche: "Sieht aus wie frisch vom Schlachter."). Er schaufelt so viel Baguette wie möglich auf sein Tablett und beginnt anschliessend, die Unmengen an Fleisch und Brot in sich hineinzustopfen
(der Deutsche denkt:"Lass dir doch Zeit beim Essen."). Doch Jean-Pierre schlürft hastig noch ein kleines Schlückchen Wein hinterher. "Jetzt aber schnell wieder an die Arbeit, damit ich um 6 Uhr fertig bin." (Der Deutsche geht alles etwas ruhiger an und wiederholt um 4 Uhr das, was der Franzose schon am Morgen getan hat: Kaffee und Kuchen.).... Endlich Feierabend! Um halb 7 kommt Jean-Pierre von der Arbeit mit einem Baguette nach Hause (der Deutsche denkt: "Schon wieder Baguette?"). Heute um 20 Uhr ist die Nachbarin zum Essen eingeladen. Sie bringt ihren bekannten Meeresfrüchte-Auflauf mit. Jean-Pierre hat sich bereit erklärt, einen Salat zu machen (der Deutsche fragt sich:"Aber was tut er da hinein? Nüsse und Mandarinen? Ist schon Weihnachten?"). Pünktlich steht die Nachbarin vor der Tür. Dann beginnen sie genüsslich, den Salat zu essen. Nachdem jeder eine ordentliche Portion verdrückt hat, folgt eine doppelt so grosse Portion Auflauf. Zu allem gibt es selbstverständlich Baguette (der Deutsche denkt: "Ich platze gleich."). Immer noch nicht ganz gesättigt, lauern die beiden auf den Nachtisch: eine grosse Portion Mousse au Chocolat (der Deutsche: "Hmm,...dafür liebe ich Frankreich!").