Christoph

 

Sommersprachkurs

Der Sommersprachkurs war echt super. Katharina und Marie waren super gut und die Tandemmethode (die Deutschen bringen den Franzosen Deutsch bei, und umgekehrt) war besser als stupides und einseitiges Lernen. So war es auf jeden Fall ein guter Einstieg „dans le monde francophone“.

Praktikum

Das Praktikum habe ich in einem Hotel in der Burgstadt (cité) gemacht. Meine Arbeitszeiten waren von 8 Uhr bis 16 Uhr, aber meistens konnte man schon gehen wenn alles fertig war. Generell war ich für's Frühstück eingeteilt, was soviel hiess, dass ich die Tabletts vorbereitet habe, nach Zimmernummern gefragt habe und das Buffet aufgefüllt habe. Ich hatte mir das Praktikum etwas anders vorgestellt, aber alles in allem war ich doch recht zufrieden (auch wenn ich als Abschiedsgeschenk die Fensterfront des Frühstücksraumes putzen durfte ... )

Kennenlernwochenende

Für mich gab es kein Kennenlernwochenende, da meine Gastfamilie in den Ferien war, wo ich sie (und die locker 40-köpfige Verwandschaft ) nach dem Praktikum kennen gelernt habe.

1. Schultag

Der erste Schultag war relativ entspannt, da wir zwar schon am Freitag angefangen haben, aber dafür nur eine Stunde hatten, in der der Klassenlehrer nur geklärt hat wer extern, intern und demi-pensionaire ist (ausserhalb der Schule isst, innerhalb der Schule isst und schäft oder in der Schule isst). Danach hat der Klassenlehrer mir noch kurz die Schule gezeigt.

Französisches Schulsystem

Das französische Schulsystem unterscheidet sich von dem deutschen in der Länge der Schulstunden (1 Stunde statt 45 Minuten), der Länge des Schultages (von 8 bis 16 oder 17 Uhr) und darin, dass es hier eine grosse Pause gibt (von 12 bis 13 Uhr) in der gegessen wird.

Gastgeschwister

Ich hatte in meiner Gastfamilie zwei Brüder (12 und 15). Mit denen (vor allem dem Jüngeren) habe ich mich super verstanden. Auch wenn es manchmal zwischen dem Älteren und der Mutter Streit gab, gab es mit mir eigentlich nie Probleme, auch wenn sie eine andere Auffassung von meinem Musikstil hatten ;-).

Lehrer

Ich hatte mit meinen Lehrern vedammt Glück. Bis auf meine Biolehrerin waren alle Lehrer richtig nett. Mein Kunstlehrer (ich war (wenn auch nicht ganz freiwillig) in einer Kunstklasse) hat mir dann auch erlaubt bei den Kunstprojekten auszusetzen, weil ich damit gar nicht zurechtgekommen bin.

Zum Thema Schwänzen

Dabei hab ich was verpasst. Ich war bis auf zwei Stunden jedes mal da.

Weihnachten in Frankreich

Das Weihnachtsfest in Frankreich konnte ich in vollem Ausmass geniessen. Ich war mit meiner Gastmutter, ihrem Bruder ud irem Vater in einem Haus irgendwo in der Prärie. Hier ist Weihnachten auch sehr mit Essen verbunden. Am 24. wird abends gut und viel gegessen, am 25. wird noch mehr gegessen und es gibt einige Geschenke (Weihnachten ist hauptsächlich der 25. und nicht der 24.). Gegessen werden häufig Austern und Gänseleber.

Zusammenfassung

Ich würde es jeder Zeit wieder machen und es auch Jedem empfehlen, sich 6 Monate "anzutun". Es ist zwar nicht immer leicht, aber es bringt einen auf jeden Fall weiter und im Endeffekt hatte ich jede Menge Spass hier unten. (Man sollte es aber nicht als Urlaub ansehen).