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In Frankreich (jedenfalls in meiner Gastfamilie) war die Erziehung fast wie vor 100 Jahren. Bei mir war es harmlos, aber es gab noch ein 3 Jahre altes Pflegekind, das sehr schwer erziehbar war. Wenn er nicht gehorchen wollte, wurde schon bei der ersten Wiederholung geschrieen. danach wurde schon zur Drohung mit der Hand ausgeholt. Wenn er dann immernoch nicht gehorchen wollte, gab es einen (nicht sehr schmezhaften) Schlag, nach dem er dann meistens völlig verängstigt war. Wenn er aber an dem Tag schlecht gelaunt war, funktionierte das nicht. Dann gab es Geschrei und noch mehr Bestrafung. Wenn er einen ganzen Tag "unartig" war, dann musste er eine Stunde vor uns zu Abend essen, dann gab es eine kalte Dusche und es ging ins
Bett. Wenn er nicht wollte und schrie, kam erst meine Gastmutter und
hat ihn angebrüllt, er solle leise sein. Wenn das nichts half,
kam mein Gastvater und hat ihn angebrüllt. Dann war immer Ruhe.
Es ging also so: Wenn ein Kind gegen eine Regel verstößt, wird solange Druck auf das Kind ausgeübt, bis eine Seite aufgibt. Entweder gibt das Kind auf, oder die Eltern wollen nicht weitergehen. |