Mäggi      Mäggi

Über mich :
Also, ich heisse Mäggi Raetzer, bin 17 Jahre und komme aus HAMBURG :). Ich bin durch eine Lehrerin zu diesem Austausch gekommen und da ROUDEL diesen Austausch nur in Süd Frankreich anbietet, bin ich also hier her gelangt. Eigentlich war ich an Frankreich und der Sprache nie wirklich interessiert, aber da es für mich klar war, dass ich während der 11. ins Ausland wollte und ich die Sprache Englisch nicht mochte, hab ich mich also für französisch entschieden. Dann hab ich meine Lehrerin nach Informationen für eine Organisation gefragt und ja, nun bin ich hier! ! ! und ich muss sagen, dass ich wirklich sehr froh bin, dass ich ihn gemacht habe, denn es war trotz schwerer Zeiten ein einmaliges tolles Erlebnis, was ich nie vergessen werde.

In der Zeit vor Frankreich hab ich mir ehrlich gesagt nicht all zu viele Gedanken über das Land, die Leute, das Leben etc. gemacht, somit wusste ich auch nicht, dass wir für einen Monat in einer Art Jugendherberge leben. Vorallem das WIR (wir waren ein Gruppe von 12 Leuten). Ich dachte, dass wenn ich am Flughafen ankommen würde, mich meine Gastfamilie abholt und ich dann schon gleich volle 6 Monate in einer Gastfamilie lebe.

Zum Glück war es nicht so. Am Anfang fand ich das alles sehr blöd, vorallem in der Zeit als wir Praktikum hatten. Ich wollte endlich zu meiner Gastfamilie und nicht noch 1 Monat in einer Jugendherberge abhängen. Dort haben wir aber echt gute Sachen gemacht und man brauchte die Zeit auch zum eingewöhnen, auch wenn ich es erst nicht wahr haben wollte. Wie oben schon gesagt, hatten wir jeder einen Praktikumplatz, was wir alle eigentlich ziemlich doof fanden und nicht verstanden, warum wir dies machen sollten.

Im Nachhinein, war es doch ganz gut, da man sich langsam voran arbeitet, mit dem Leben und dem Umgang mit den Leuten. Ich selber habe zwei Praktika gehabt. Mein Erstes war in einem kleinen Dorf weiter weg von Carcassonne, deswegen musste ich dort auch in einer Art Unterkunft/Jugendherberge übernachten. Dort gab es eine Theatergruppe, die dabei war ein Stück vorzubereiten. Ich war also etwas fehl am Platz. Die Leute dort wussten nicht was sie mit mir anfangen sollten, da ich mitten drin in den Vorbereitungen kam. Ich sollte eigentlich eine ganze Woche dort verbringen, bin aber nach 3 oder 4 Tagen wieder abgereist, da es einfach zu schwierig war. Nun ja, ich war wirklich gesagt sehr froh, da die Leute ganz anders waren als ich und die Kommunikation doch sehr schwer war. Als ich wieder im MJC war, hatte ich erst mal ein paar Tage frei, bis mein nächstes Praktikum angefangen hat. Dies hatte ich bei ROUDEL gemacht. Hört sich komisch an, ich weiss. Ich habe dort, in dem Büro, an einem Computer gearbeitet. Ich sollte Recherchen über Hamburg machen und einen Reader erstellen. Es hat mir sehr grossen Spass gemacht, da unsere super tolle und liebe (ja ich weiss schleim ;) Astrid meine Praktikumsbetreuerin war und es dann auch viel entspannter wurde.

Nach diesen drei Wochen Praktikum war es dann an der Zeit, sich von den Deutschen zu verabschieden und in seine Gastfamilie zu gehen. Ich hatte das Glück, dass ich mit drei anderen Deutschen (Wally, Susanne und Nuray) auf eine Schule ging. Es waren jeweils immer zwei in einer Klasse, aber dies war nicht mit Absicht, da man sich ja vorher entscheiden muss, in welche Kurse man gehen will. Ich war also nicht alleine und sehr froh, dass ich nicht alleine vor einem fremden Haufen Franzosen stehen musste und nicht weiss, was ich machen soll. Am Anfang waren wir vier Deutschen die meiste Zeit zusammen, doch schon am ersten Tag haben uns die Franzosen angesprochen und so kamen wir also mit ihnen in Kontakt.
Klar waren auch viele oberflächliche Bekanntschaften dabei aber am Ende hat man dann doch feste Freundschaften geschlossen.

In der Schule musste ich keine Arbeiten oder Hausaufgaben machen, da es einfach zu schwer war, ich aber auch einfach zu faul war ,aber pssssst nicht sagen ;) Ich war in der Klasse Première ES und im Grossen und Ganzen fand ich es schon sehr schwer. Man spezialisiert sich dabei auf Wirtschaft und Geschichte. Ich hab aber noch nicht mal die deutsche Übersetzung verstanden! ! !

Das einzigste Fach, worin ich benotet wurde, war Englisch, dass hier wesentlich unanspruchsvoller ist. Wie gesagt, war die Schule von dem Lernerischen her nicht sehr anstrengend aber da sie erst um 17:30 Uhr zu Ende ist, war man doch sehr fertig und wollte einfach nur schlafen oder sich hinlegen. Ich bin trotzdem immer gerne hingegangen, da man wirklich den ganzen Tag mit seinen Freunden verbringt. Hat also doch was Gutes.

Mit meiner Familie hab ich mich nicht immer 100 prozent verstanden. Meine Gastschwestern waren immer nur zu Hause und haben TV geguckt oder sie haben Hausaufgaben gemacht. Sie haben auch nicht so sehr den Kontakt zu mir gesucht. Also war ich die Jenige, die es gemacht hat. Meine grosse Gastschwester war dann auch sehr nett und wir haben uns wirklich super verstanden. Hingegen mit meiner "kleinen" überhaupt nicht. Meine Gastmutter hat sich auch immer sehr grosse Mühe gemacht, sich mit ihr zu unterhalten, aber es war meistens nur sehr oberflächlich. Mit dem Vater hab ich auch nicht wirklich viel geredet, da man die Chance nur beim Essen hatte und da hab ich nun mal gegessen! ! ! Er war aber doch ganz okay. Es hat auch nicht so gut funktioniert zwischen uns, da sie immer in mein Zimmer gegangen sind und sich irgendwelche Sachen genommen haben und so hatte ich einen kleinen innerlichen Hass auf sie. Es wurde auch vieles unter den Tisch gekehrt und da ich es nun mal gewohnt bin, dass man offen miteinander umgeht, war dies einfach schlimm und schwierig für mich, damit klar zu kommen. Ausserdem ist meine Familie überhaupt nicht 'liebevoll' zueinander, falls ihr mich versteht. Sie waren sich alle so egal gegenseitig und das hat mich echt geschockt. Umso mehr hatte ich mich mit der Oma verstanden, hört sich wieder komisch an, aber diese Frau war einfach nur Klasse. Ich hab mich einfach nur super mit ihr verstanden und ich war echt sehr traurig, als wir Abschied voneinander nehmen mussten. Zu meiner Familie kann ich nur sagen, dass man manche Sachen anders hätte machen können und ich es doch im Nachhinein sehr schade finde, dass ich mich nicht mit ihnen verstanden habe, aber dafür hab ich umso mehr Freunde gefunden und viel Zeit für sie investiert.

Ja, und jetzt sind wir alle wieder im MJC vereint und ich freue mich doch schon sehr, wenn ich wieder in Hamburg, bei meiner Familie bin. Trotzdem war dieser Aufenthalt einfach nur schön und ich habe sehr viele Erfahrungen gesammelt und über mich selbst Dinge gelernt. Vielleicht komme ich ja noch mal irgendwann, für längere Zeit nach Frankreich , aber dann in eine grosse Stadt :) !

PS : Falls ihr noch Fragen habt, könnt ihr mir gerne schreiben an: ElodieCooper@gmx.de


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