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Die südfranzösische Kultur
Trotz gemeinsamer Grenze und europäischem Standard kann man zwischen Frankreich und Deutschland Kulturunterschiede sehen.
Nachdem wir sechs Monate diese Kultur hautnah miterlebt haben, fallen vor allem Unterschiede im Bereich Essen, Familienleben und Schule ins Gewicht.Das Essen spielt eine sehr grosse Rolle im täglichen Leben und ist für die meisten Franzosen ungefähr so wichtig wie für andere Länder Sport oder Politik. Abends zwischen 20 und 21 Uhr trifft sich die ganze Familie "à table", es werden Neuigkeiten ausgetauscht und bei einem reichhaltigen Essen, bei dem Baguette, Wein und Käse nicht fehlen dürfen, klingt der Abend aus. Das Abendessen bildet den täglichen Höhepunkt, wonach sich alle richten - selbst das Fernsehen!
Auch das Familienleben ist für jeden Franzosen wichtig und man sieht sich sehr häufig.
Für die jungen Franzosen füllt die Schule einen wesentlichen Teil des Lebens aus und Freizeitaktivitäten finden kaum statt. Diese Umstände machen es schwieriger, auf einen gemeinsamen Interessenbereich zu stossen. Man hatte teilweise das Gefühl, selbstständiger und vielleicht sogar reifer zu sein.
Die Südländer werden zwar als sehr offene Menschen beschrieben, man hatte aber das Gefühl, dass es manchmal eher Oberflächlichkeit war, wenn man tiefergehende Gespräche führen wollte. Das erschwerte in gewisser Hinsicht den Aufbau tieferer Freundschaften; mit etwas Geduld und Offenheit kann man auch diese Hürde überwinden.
Wichtig ist vor allem, selbstständig auf die Leute zuzugehen, sich der Kultur zu öffnen und mit Interesse eine andere Lebensweise zu entdecken.
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